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Fantasiereise für Erwachsene: was dahintersteckt und wie du selbst eine anleitest

Von Thomas Gnahm, Gründer von Solva ·

Eine junge Frau mit großen hellen Kopfhörern sitzt auf einer Parkbank unter grünen Bäumen, schaut lächelnd nach oben, im Hintergrund Hochhäuser.

Kurz gesagt: Bei einer Fantasiereise führt dich eine Stimme durch eine vorgestellte Szene. Sie beschreibt einen Ort oder einen Weg, und du lässt die passenden Bilder in deinem Kopf entstehen. Hier liest du, wie so eine Reise aufgebaut ist, wie du selbst eine gestalten kannst und wie Solva Fantasiereisen für deinen jeweiligen Moment schreibt.

Fantasiereisen begegnen vielen Menschen zum ersten Mal in der Schule oder in einem Entspannungskurs. Auch für Erwachsene sind sie ein unkomplizierter Weg, um für einige Minuten gedanklich an einen anderen Ort zu wechseln, ohne dafür das Zimmer verlassen zu müssen. Alles, was du brauchst, ist ein ruhiger Platz und ein wenig Zeit.

Was hinter einer Fantasiereise steckt

In der deutschsprachigen Wikipedia werden Fantasiereisen zu den imaginativen Verfahren gezählt. Dort heißt es, ein Ruhezustand entstehe durch eine entspannte Körperhaltung, durch die Zuwendung einer sprechenden Person und durch die Hinwendung zu inneren Bildern, die meist als angenehm erlebt werden. Häufig fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff Traumreise.

Eines sei gleich gesagt: Du musst dabei nichts "richtig" sehen. Menschen unterscheiden sich stark darin, wie lebhaft sie innerlich sehen oder hören. Bei manchen bleibt es fast nur bei der Stimme, andere erleben klare Bilder, und beides ist völlig in Ordnung.

Aus welchen Phasen eine Fantasiereise besteht

Bei Wikipedia sind fünf Phasen beschrieben:

  1. Vorbereitung: für eine angenehme Atmosphäre sorgen, zum Beispiel mit leiser Hintergrundmusik.
  2. Entspannung: eine kurze Einstimmung, die hilft, zur Ruhe zu kommen.
  3. Hauptteil: die eigentliche Geschichte, dort mit ungefähr 15 bis 30 Minuten angegeben, mit vielen Pausen zwischendurch.
  4. Rückkehr: tief durchatmen, sich strecken, eventuell gähnen.
  5. Auswertung: in Gruppen ein Gespräch oder Malen über das Erlebte.

Wenn du allein unterwegs bist, genügen meist die ersten vier Schritte. Auch der Hauptteil darf deutlich kürzer ausfallen: fünf Minuten sind ein guter Einstieg.

Anleitung: so machst du deine erste Fantasiereise

Den folgenden Text kannst du einer anderen Person vorlesen, dir selbst langsam vorsprechen oder mit dem Handy aufnehmen und später anhören. Lies ruhig und gönn dir lange Pausen an den Stellen mit drei Punkten.

Vorbereitung

Nimm eine bequeme Sitzposition ein oder leg dich auf den Rücken. Stell das Handy auf stumm, falls du es nicht zum Abspielen verwendest. Wenn es dir guttut, schließ die Augen.

Der Text zum Vorlesen

"Du sitzt bequem, und dein Atem findet seinen eigenen Rhythmus... Stell dir vor, du gehst einen schmalen Weg entlang, der durch eine Wiese führt... Das Gras ist weich unter deinen Füßen, und die Luft riecht nach Sommer... Am Ende des Weges steht ein Baum mit einem breiten Stamm... Du setzt dich in seinen Schatten und lehnst dich an... Über dir bewegen sich die Blätter, und das Licht fällt in kleinen Flecken auf deine Hände... Hier gibt es nichts zu tun... Du bleibst einfach eine Weile sitzen und schaust..."

Gönn dir nach dem Text ein bis zwei Minuten Stille. Genau in diesem Abschnitt dürfen die Bilder einfach da sein.

Rückkehr

"Gleich machst du dich auf den Rückweg... Du stehst auf, gehst den Weg zurück und kommst wieder hier im Raum an... Spür deine Füße, beweg die Finger, atme einmal tief ein... Und wenn du so weit bist, öffne die Augen."

Streck dich anschließend und bleib noch kurz sitzen, bevor du aufstehst. Nutzt du die Fantasiereise zum Einschlafen, lässt du die Rückkehr einfach weg.

Tipps für deine eigenen Fantasiereisen

  • Nimm Orte, die du magst. Ob Wiese, Bibliothek oder Café am Morgen: Der Ort muss nicht spektakulär sein, er soll sich für dich gut anfühlen.
  • Sprich die Sinne an. Beschreib nicht nur das Sichtbare, sondern auch, wie etwas sich anfühlt, riecht oder klingt.
  • Lass Raum. Pausen sind wichtiger als viele Details. Die Bilder entstehen in den Lücken.
  • Halte es kurz. Fünf ruhige Minuten sind besser als zwanzig gehetzte.

Bildwelten, die du auslassen kannst

Manche Bilder sind nicht für alle angenehm. Was für die eine Person pure Ruhe bedeutet, etwa das Meer, empfindet eine andere eher als unangenehm. Ähnlich verhält es sich mit Höhe, engen Räumen oder Dunkelheit.

In deiner eigenen Fantasiereise entscheidest du selbst über die Bilder. In Solva legst du in deinem Konto unter "Bildwelten, die du nicht magst" fest, was in deinen Sessions nicht auftauchen soll. Zur Wahl stehen etwa Wasser und Meer, Höhe und Fallen, Tiefe und Enge, Dunkelheit und Nacht oder Feuer. Diese Bildwelten lässt Solva dann weg.

Wie Solva Fantasiereisen für den Moment schreibt

Was du im Netz an Fantasiereisen findest, sind überwiegend fertige Aufnahmen. Das bringt Vorteile mit sich: Du kannst vor der Entscheidung reinhören und eine Lieblingsreise beliebig oft wiederholen. Solva wählt einen anderen Ansatz.

Du beschreibst in einem Satz, wie es dir gerade geht, und eine KI schreibt daraus eine geführte Session mit Elementen aus Hypnose und Trance. Der Text durchläuft eine automatische Prüfung gegen unsere Sicherheitsregeln und wird anschließend von einer KI-Stimme gesprochen. Aus "Ich bin müde und brauche einen Ort, an dem nichts von mir verlangt wird" kann so eine eigene, ruhige Reise entstehen.

  • Länge: 5, 15, 30 oder 45 Minuten.
  • Mit oder ohne Rückkehr: Sessions für den Tag holen dich am Ende zurück. Sessions zum Einschlafen enden leise, mehr dazu auf der Seite Einschlafen.
  • Offen gesagt: Die Stimme ist eine KI-Stimme, und Solva ist ein Wellness-Angebot, kein Medizinprodukt.

Eine Hörprobe gibt es auf unserer Startseite. Suchst du eher kurze Übungen für zwischendurch, lies weiter im Ratgeber Kurzentspannung.

Ein paar Hinweise

  • Nie beim Fahren: Fantasiereisen gehören weder ins Auto noch an Orte, an denen du aufmerksam sein musst.
  • Nachklingen ist normal: Manchmal wirken Bilder nach dem Hören noch ein wenig nach. Streck dich, atme ein paar Mal tief und spür deine Füße auf dem Boden.
  • Wenn dich etwas nicht loslässt: Beunruhigt dich ein Bild oder reicht es in deinen Alltag hinein, mach eine Pause und sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Quellen

Geschrieben mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft und verantwortet von Thomas Gnahm.