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Wartezeit im Plasmaspendezentrum: Termine, Ablauf und Wartebereich organisieren

Von Thomas Gnahm, Gründer von Solva ·

Ein heller, leerer Wartebereich mit Sesseln in kleinen Gruppen, runden Holztischen, Pflanzen, einer Garderobe und einem Wasserspender vor großen Fenstern

In Kürze: Wer Plasma spendet, plant den Besuch zwischen Arbeit, Familie und Freizeit ein. Dieser Ratgeber sammelt organisatorische Ideen für Leitungen von Plasmaspendezentren: Termine, die halten, ein Ablauf, den man versteht, und ein Wartebereich, in dem man gern sitzt, mit einer Checkliste am Ende. Medizinische Fragen zur Spende beantwortet Ihr ärztliches Team; sie sind nicht Thema dieses Ratgebers.

Termine: die Wartezeit planbar machen

Die meisten Spenderinnen und Spender kommen nicht spontan, sondern mit einem festen Zeitfenster im Kalender. Je verlässlicher Ihr Terminsystem ist, desto weniger Wartezeit entsteht vor Ort.

  • Online und am Telefon buchen: Viele Zentren bieten beides an. Der DRK-Blutspendedienst etwa lässt Plasmaspendetermine online und telefonisch reservieren.
  • Eigene Zeitfenster für den ersten Besuch: Wer zum ersten Mal kommt, durchläuft mehr Schritte als jemand, der schon oft da war. Eigene Zeitfenster für Erstspenderinnen und Erstspender verhindern, dass sich alle anderen dahinter stauen.
  • Puffer einplanen: Ein paar freie Plätze je Stunde fangen Verspätungen und kurzfristige Ausfälle auf.
  • Ehrlich ansagen: Läuft der Tag hinter dem Plan, sagt das Team es schon bei der Anmeldung, mit einer Schätzung in Minuten. Wer Bescheid weiß, kann sich darauf einstellen.
  • Erinnern mit Einwilligung: Erinnerungen per SMS oder E-Mail senden Sie nur an Menschen, die dem zugestimmt haben. Welche Einwilligung Sie im Einzelnen brauchen, klärt Ihre Datenschutzbeauftragte oder Ihr Datenschutzbeauftragter.
  • Den nächsten Termin gleich vereinbaren: Wer beim Gehen schon den nächsten Termin hat, muss nicht daran denken, ihn zu buchen.

Den Ablauf erklären

Wer den Ablauf kennt, weiß, warum jemand nach ihm gekommen ist und vor ihm aufgerufen wird. Ein einfacher Aushang oder ein Bildschirm im Wartebereich zeigt die Stationen eines Besuchs, zum Beispiel:

  • Anmeldung am Empfang
  • Fragebogen vor der Spende
  • Gespräch mit dem ärztlichen Team
  • Spende auf der Liege
  • Ruhebereich und Abmeldung

Dazu gehören die Öffnungszeiten, die Zeitfenster für den ersten Besuch und ein Hinweis, wo Fragen gestellt werden können. Neue Spenderinnen und Spender bekommen den Ablauf am besten schon mit der Terminbestätigung, damit sie wissen, wie viel Zeit sie einplanen sollten.

Diskretion bei Anmeldung und Fragebogen

Am Empfang und beim Fragebogen geht es um persönliche Angaben. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Baden-Württemberg gibt für Arztpraxen Hinweise, die sich auf den Empfang eines Spendezentrums übertragen lassen:

  • Abstand zum Wartebereich: Idealerweise trennt eine Tür Empfang und Wartebereich, sonst schirmen Raumteiler ab.
  • Vertrauliches nicht am Tresen: Mit einem schnurlosen Telefon kann das Team für vertrauliche Gespräche den Empfang verlassen.
  • Keine Namen mit Angaben zur Person in Hörweite Dritter: Das Team übt, das zu vermeiden.
  • Regelmäßig nachhören: Setzen Sie sich selbst in den Wartebereich und achten Sie darauf, was vom Empfang ankommt.

Für den Fragebogen eignet sich ein Platz mit Sichtschutz, ob auf Papier oder am Tablet.

Der Wartebereich

Im Wartebereich sitzen Studentinnen neben Schichtarbeitern, Menschen in der Mittagspause neben Rentnern. Einige Ideen:

  • Sitzplätze in kleinen Gruppen statt einer langen Reihe an der Wand, dazu ein paar Plätze mit Armlehnen.
  • Garderobe und Ablage in Sichtweite, damit Jacke und Tasche nicht auf dem Schoß liegen.
  • Gast-WLAN und Steckdosen: Viele nutzen die Zeit für Nachrichten, Arbeit oder Lesen auf dem Handy.
  • Getränke und Kleinigkeiten nach den Vorgaben Ihres ärztlichen Teams, gut sichtbar und zur Selbstbedienung.
  • Kein Dauerton: Ein Fernseher mit Ton lässt sich schwer überhören. Wer lesen oder still sitzen möchte, findet ohne ihn eher seinen Platz.
  • Informationen zur Hand: Öffnungszeiten, Ablauf und Kontakt für Fragen.

Die Zeit auf der Liege

Auch für die Zeit auf der Liege lohnen ein paar organisatorische Absprachen im Team:

  • Was ist erlaubt? Handy, Buch, eigene Kopfhörer: Was auf der Liege möglich ist, legt Ihre ärztliche Leitung fest, und alle erfahren es gleich. Das Team muss jede Spenderin und jeden Spender jederzeit ansprechen und sehen können.
  • Das Team geht vor: Spricht das Spendeteam jemanden an, hat das Vorrang. Diese Regel steht am besten auf einem kleinen Schild an jedem Platz.
  • Ablage in Reichweite: ein Fach oder Haken für Handy, Brille und Tasche, damit niemand danach suchen muss.
  • Decken und Kissen: frisch bezogen und nach Ihrem Hygieneplan.

Checkliste: Wartezeit im Plasmaspendezentrum

  • Termine online und telefonisch buchbar, mit Puffer je Stunde
  • Eigene Zeitfenster für den ersten Besuch
  • Verzögerungen bei der Anmeldung offen ansagen
  • Erinnerungen nur mit Einwilligung
  • Ablauf als Aushang und in der Terminbestätigung
  • Raumteiler oder Tür zwischen Empfang und Wartebereich, Fragebogen mit Sichtschutz
  • Sitzgruppen, Garderobe, WLAN, Steckdosen, kein Dauerton
  • Regeln für die Liege abgesprochen und ausgehängt
  • Nächster Termin beim Gehen

Eine Hörpause für Wartezeiten

Sie brauchen keinen besonderen Grund, um Spenderinnen und Spendern etwas anzubieten. Eine kleine Hörpause ist eine Geste, wie ein Gast-WLAN oder eine Zeitschrift. Solva, von dem dieser Ratgeber stammt, plant für Einrichtungen eine feste Hörpause für Wartezeiten: ein Aushang mit QR-Code, das eigene Handy, die eigenen Kopfhörer, keine App und keine Anmeldung. In Plasmaspendezentren soll sie, wenn die ärztliche Leitung zustimmt, auch für die Liegezeit gedacht sein. Wer angesprochen wird, soll auf Pause tippen. Ob und wann in der Liegezeit gehört wird, entscheidet die ärztliche Leitung des Zentrums; das Team muss die Spendenden jederzeit erreichen und sehen können.

Solva ist ein Angebot für freie Zeit und Wohlbefinden und kein Medizinprodukt. Solva ist nicht Teil der Spende und ersetzt keine Anweisung des Spendeteams. Mehr dazu auf der Seite Solva für Praxen und Einrichtungen.

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Weitere Ideen für Wartebereiche sammelt der Ratgeber Wartezimmer gestalten.

Quellen

Geschrieben mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft und verantwortet von Thomas Gnahm.